60 Sekunden-Optionen

Viele Anleger, die sich für den Handel mit binären Optionen interessieren, haben schon einmal von 60 Sekunden-Optionen gehört oder gelesen. Diese spezielle Form, die mit dem englischen Begriff auch als 60 seconds options bezeichnet wird, ist derzeit der vielleicht am schnellsten wachsende und vor allem aufregendste Trend an den Finanzmärkten. Mit einem Auslaufzeitpunkt, der – wie der Name bereits verrät – nur 60 Sekunden entfernt liegt, hat man so die Möglichkeit, sich extrem kurzfristig am Finanzmarkt zu engagieren und schnell zu erfahren, ob man Gewinn oder Verlust gemacht hat.

Ein besonderer Vorteil von 60 Sekunden lang laufenden binären Optionen ist die Tatsache, dass man als Trader gegenüber dem Markt nicht besonders lange exponiert ist. In guten Strategien zum Risikomanagement im Rahmen des Handels mit binären Optionen kann man immer wieder lesen, dass zu jedem Zeitpunkt lediglich fünf bis zehn Prozent des Guthabens auf dem Handelskonto tatsächlich investiert sein sollten. Wenn das Geld nun in länger laufenden Optionen steckt, bleibt dem Händler nicht viel anderes übrig als diese zu beobachten. Haben die binären Optionen hingegen eine kürzere Laufzeit, kann man nach dem Auslaufen einer Option bereits in die nächste investieren, ohne dass man das Risikomanagement außer Acht lassen muss.

Bereits für viele Basiswerte und Asset-Klassen verfügbar

Um mit dem Handel mit 60 Sekunden-Optionen zu beginnen, muss man sich zunächst darüber Gedanken machen, welchen Basiswert man dafür nutzen möchte. Genau wie bei anderen binären Optionen können die Basiswerte aus vier verschiedenen Asset-Klassen (Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungspaare) stammen.

Hat man sich für eine dieser Klassen und für einen Wert daraus entschieden, bleibt noch die Frage, ob man als Händler auf eine Call- oder eine Put-Option setzen will. Die weiteren Parameter, also die mögliche Rendite bei einer richtigen sowie eine eventuelle Rückzahlung eines Teils des eingesetzten Kapitals bei einer falschen Vorhersage der Kursentwicklung stehen dann bereits zum Zeitpunkt des Kaufs fest.

Für Trader, die sich vor dem Handel mit binären Optionen bereits auf dem Forex-Markt engagiert haben, ist die sehr kurze Laufzeit nichts Besonderes. Beim Handel mit Devisen sind solche kurzen Handelsspannen ebenfalls weit verbreitet. Bei binären Optionen lag der Auslaufzeitpunkt hingegen in der Regel etwas weiter in der Zukunft, wobei sich in der jüngeren Vergangenheit ein Trend zu sehr kurzfristigen Laufzeiten ergeben hat.

Bei immer mehr Brokern im Angebot

Um mit 60 Sekunden-Optionen handeln zu können, muss man sich zunächst einmal für den richtigen Broker entscheiden. Derzeit ist es noch nicht bei allen Anbietern möglich, diese besonders kurzfristigen Optionen zu handeln. Allerdings zeigt der Trend derzeit ganz stark in diese Richtung und in der jüngeren Vergangenheit haben dementsprechend immer mehr Broker die Möglichkeit eingeführt, diese binären Optionen mit einer extrem kurzen Laufzeit zu handeln.

Von der Laufzeit abgesehen muss man bei 60 Sekunden-Optionen keine weiteren Besonderheiten beachten. Dabei handelt es sich im Prinzip um ganz gewöhnliche Call- oder Put-Optionen. Man setzt als Anleger also auf den Kurs des Basiswerts zum Auslaufzeitpunkt. Andere Varianten, bei denen der Kursverlauf über die gesamte Laufzeit der Option betrachtet wird, werden derzeit noch nicht als 60 Sekunden-Optionen angeboten. Dazu zählen vor allem Range- oder Boundary-Optionen. Aufgrund der sehr kurzen Laufzeit wäre es allerdings auch nicht unbedingt sinnvoll, diese Varianten ebenfalls anzubieten – schließlich lässt sich selbst mit einer sehr ausgefeilten technischen Analyse ein Kursverlauf über einen derart kurzen Zeitraum nur extrem schwer vorhersagen.